Ich stehe in der Küche meiner Wohnung, die den Blick aus dem Fenster freigibt. Es ist die Aussicht aus dem Fenster meines Elternhauses.
Die Landschaft verschwimmt und ich sehe Farben, über dem Berg thront ein Kopf, überall sind verschiedene Farben, grell und stark, nicht schwach und pastell, wie oft bei uns. Ich merke, dass es schwer ist zu sehen, diese Welt zu sehen, es verschwindet, ich kann es aber zurückholen. Ich merke, dass das eigentlich die wahre Welt ist. Und wenn ich diese Welt sehe, fühle ich, dass ich in einem Zug sitze. Es ist ein Zug nach Prag, Hlavní Mesto V Praze oder so. Der Hauptbahnhof in Prag. Ich lerne André kennen. Wir unterhalten uns durch eine Art Chat, dann switchen wir auf Laute um, Sprache, Menschliche Sprache. Für ihn ist das alles nichts Neues. Ich weiß, dass wir gleich ankommen, packe meine Sachen, ein Mädchen, sagt etwas zu mir über eine Tasche, die ich dabei habe, es ist eine Stofftasche, in der Kohlen und Kreiden zum Zeichnen sind, sie sagt es zu ihrem Freund und ich nehm es schnell weg, merke dann aber, dass das übertrieben war. Auf einem Teller liegen Gemüsesorten. Einzelne sind von mir, ich frage den Mann, der neben mir steht, was noch mir ist, weil ich mich nicht erinnern kann. Das meiste ist ihm, auch ein kleines zwiebelartiges Stück und kleine Tomaten. Ich merke, dass er mir auch etwas davon geben würde, denke aber dass das ausnutzend wäre. Der Zug hält in einem Vorort (irgendwas mit Linden), es steigen 4-5 Mädchen ein, die sehr cool drauf sind. Der nächste Halt wird Prag sein.
Das Telefon klingelt, ich wache auf.
Der Traum ist noch nicht vorbei.
Weder so, noch so.
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Heute besuchte ich die letzte Sitzung meines Didaktik-Seminars. Wir hatten in diesem Semester Referate erarbeitet und vorgetragen. Darunter waren Themen wie die Kunstdidaktiker Otto, Kunst im Knast, Lernen, Kreativität, Kunstgeschichte, Museum, Motivation, Selbsterfahrung durch Kunst, Medienkultur, Materialkenntnis, Lernprozesse. Eigentlich ein interessanter Überblick mit vielen verschiedenen Referaten dabei. Mir war es zwar zu langweilig dadurch, dass es eben alles Referate waren, aber es war okay und es wurde meist interessant und anders aufbereitet.
Ich war in einer 4er Gruppe, die dann zu dritt ein Referat zum Thema „Kinderzeichnungen“ und „Entwicklungspsychologie“ hielt. Eine Kinderzeichnung, die ich im Alter von 3 Jahren malte, fügte ich unter anderem auch bei. Es stellt die Familiensituation aus meiner egozentrischen, subjektiven Wahrnehmung zu diesem Zeitpunkt dar. Links meine riesige Mutter, in der Mitte ich und rechts mein Vater.
Am Ende der Stunde fragte uns der Professor, ob uns denn etwas gefehlt hätte. Keiner sagte etwas, aber für mich persönlich kristallisierte sich in meinem Kopf heraus, dass die Grundlagen der Kunstpädagogik mehr sind als die oben genannt Dinge und das mir eine Sache besonders gefehlt hat, was mir immer wieder auffällt, wenn ich mir Meinungen und Gedanken von Kunstpädagoginnen und Kunstpädagogen anhöre; die Moral.
Ich denke, dass die Moral ein Haupt-Standbein der Kunsterziehung sein sollte. Und dass es schön und gut ist, wenn man Kinder früh fördert in dem man ihnen Mittel zur Verfügung stellt, und nicht verbessert und zurechtweist, etc. . Aber in der heutigen Gesellschaft, in der Medien und Kapitalismus derartige Instanzen sind, sollte die Kunst meiner Meinung nach dagegen vorgehen und moralisch sein, menschlich und sozial und nicht nur das Kind fördern, sondern es in einer Form auch auf die Welt vorbereiten und es in gewissem Maße schützen. Medien sind meist nicht menschlich und sozial und in der Kunst sehe ich oft nicht das Kritische, Moralische, Zeigefinger-zeigende, Schützende und Geleitende. Zwar auch, beispielsweise mit Werken wie Bruce Naumans „Taperecorder“, bei dem ein Tonband mit Schreien eines Gefolterten in Endlosschleife gespielt werden, was man jedoch nicht hört, weil es vollkommen einbetoniert ist. Man weiß es nur. Man liest, was da vor sich geht, aber das was hier aufgezeigt wird, ist etwas Globales, das man gar nicht ganz fassen kann. Zu jeder Zeit, in jeder Sekunde werden Menschen auf diesem Planeten gefoltert, Waffen werden aus Deutschland in irgendwelche Krisengebiete importiert und so weiter. All das wird nicht offensichtlich gezeigt, auch wenn es unterbewusst im Bewusstsein der Menschen ist oder sein könnte.
Meiner Meinung nach sollte die Moralische Kunst ein Grundpfeiler der Gesellschaft sein, im Kampf gegen die Beeinflussung durch Medien und Verstumpfung.
Zurzeit wird die Kunst leider eher meist selbst instrumentalisiert und benutzt und man sieht, dass die Kunst toter Künstlerinnen und Künstler meist wesentlich mehr wert ist, als die von lebenden Kunstschaffenden, wenn es überhaupt einen Wert für die Allgemeinheit hat oder für gewisse Instanzen, die Kunst das Prädikat „Kunst“ verleihen. Kunst wird auf Geld minimiert und das ist ja gerade Kunst nicht. Denn Kunst ist in gewissem Maße wertlos, doch nein: Da steht ja ein berühmter Name drunter, also ist es wertvoll.
Was ist Wert? Was ist Kunst?
Es steht jedenfalls fest, dass Kunst zu Kunst gemacht wird und nicht nur Kunst ist, weil jemand von seinen Werken behauptet, dass sie Kunst seien. Kunst hat subjektiven Charakter und ist deshalb wertvoll, weil sie der betrachtenden Person etwas vermittelt, das sie selbst daraus zieht. Ansonsten ist Kunst wertlos, wenn die betrachtende Person nichts damit anfangen kann oder gar sehr viel Geld dafür bezahlt. Es gibt nichts Wertloseres als Kunst, die man verkaufen kann.
Meine Gedanken dazu sind zurzeit noch etwas wirr, aber ich will das bei Gelegenheit etwas ausführen und ausbauen.
In den nächsten Tagen kommen jedenfalls noch ein paar Sachen, die ich heute und in den letzten Tagen gemacht habe.
Ich habe heute den ganzen Tag dieses Lied im Kopf, weil mein Cousin im StudiVZ daraus zitierte. Der blinde Spanier und Weihnachten, und natürlich George Michael… aber den habe ich dieses Jahr erst einmal mit Wham! gehört. Schlimm.
Meine Stimmung beruht gerade auf folgendem Ereignis:
Ich sah gerade eine youtube-Kochsendung, die einzig vegane youtube-Kochsendung, die es wohl gibt, mit einem gewissen Attila Hildmann. Ich sah mir ein Rezept an und bekam lust es etwas abzuwandeln. Habe so eine Pasta mit HaferSahne-Tofu-Bohnen-Soße gemacht. Etwas Salz, etwas Pfeffer, etwas Zimt, etwas Paprika, etwas Schnittlauch. Sah sehr lecker aus und war auch sehr lecker.
Meiner Mutter wollte ich etwas anbieten, weil es lecker ist und lecker aussah und ich hab mir da auch mühe gegeben und es so trapiert, dass es gut aussah. Keine Bemerkung dazu, nur so eine Bemerkung wie „Was ist das denn? Das esse ich nicht!“ zum angebratenen Tofu. „Ich weiß nicht, ob mir das schmeckt“ – worauf ich sagte, dass sie es halt probieren müsse. „Ne, das will ich nicht.“ Nachdem sie das dann mehrmals gesagt hatte, dass sie es nicht isst, dass sie es komisch findet und so weiter, und undefinierbar herumgestochert und zur Seite geschoben hatte, nahm ich es ihr dann weg, worauf sie sich beschwerte. Ich sagte, dass mich so ein kindisches Verhalten ankotze, worauf sie den Raum verlies mit der Bemerkung: „Dann eben nicht“ (aha). Klar, es war auch irgendwie kindisch den Teller ihr dann wegzunehmen, aber mich regte das sehr auf. Tote Tiere essen und braten, aber ein bisschen Tofu nicht mal probieren zu wollen. Gut, wenn es ihr nicht schmeckt oder ihr nicht bekommt: Habe ich kein Problem mit. Aber sie probiert es nicht und isst lieber tote Tiere. Finde ich vollkommen abstrus und aufregend. Tolle Bescherung.
Die CDU und das Heimatland – Wie Populismus gerne Ausländer aus dem Land prügeln würde.
Link
Es ist ja Bildungsstreik, jaha.
Die Medien berichten ja auch gerichtet und ungenau. Unten im PDF-Format die ganze Erklärung.
Es geht nämlich nicht „nur“ um elternunabhängiges BaföG, grundsätzlich öffentliche Tagungen der Hochschulgremien, Zugänge zum Masterstudium unabhängig von der Bachelor-Abschlussnote, die Abschaffung der Anwesenheitspflicht und die Anerkennung im Ausland erworbener Studienleistungen. Es gibt große Kritik an der Drittmittelfinanzierungen durch die Wirtschaft und allgemein viel Kritik am neuen Hochschulgesetz, das kommen soll.
Performance zum Thema Bachlor-Master-System:

Verabschiedung der Gießener Erklärung:

Die besetzte Kunstpädagogik:

Homepage zum Bildungsstreik in Gießen: http://protest-giessen.de/
Trailer zur Bildungsstreik-Demo: http://www.youtube.com/watch?v=6R-w6Sp4CrQ
Gießener Erklärung: http://protest-giessen.de/wp-content/uploads/2009/11/Giessener-_Erklärung_2411.pdf